Gibt es unter Sopron Labyrinthe? Entdecke die geheime Unterwelt der Stadt!
Sopron, eine historische Stadt, eingebettet im Lajta-Gebirge, gilt für viele als das Juwel der deutsch-österreichischen Grenze – sein elegantes Stadtzentrum, die Denkmäler und Weinkeller tragen maßgeblich zu seiner einzigartigen Atmosphäre bei. Doch was verbirgt sich unter den Kopfsteinpflastern? Soprons unterirdische Welt ist genauso vielfältig wie die sichtbaren Sehenswürdigkeiten – geheimnisvolle Tunnel, uralte Keller, Legenden und archäologische Funde durchziehen die gesamte Stadt. In diesem Artikel zeigen wir ausführlich, warum Sopron der „geheime Stadt“ bei Geschichtsinteressierten, Weinliebhabern und abenteuerlustigen Touristen so beliebt ist, wie diese unterirdischen Systeme vom römischen Scarbantia bis zur Gegenwart entstanden sind und wie man sie sicher und spannend erkunden kann. Begleite uns auf eine ungewöhnliche Zeitreise, bei der die Geschichte auch unter der Erde lebendig wird!
Aus dem Artikel erfährst du, ob es tatsächlich zusammenhängende Labyrinthe unter Sopron gibt, welche Legenden die Einheimischen über verborgene Schätze und Geister erzählen, welche Rollen diese Tunnel in verschiedenen Epochen gespielt haben – von Verteidigung bis Weinherstellung. Zusätzlich bekommst du nützliche Tipps, Übernachtungsempfehlungen und praktische Ratschläge, um deine Sopron-Reise optimal zu nutzen.
Tauche ein in die Geheimnisse der unterirdischen Welt, die die Geschichte der Stadt bewahrt – und entdecke verborgene Schönheiten unter den Pflastersteinen Soprons!
Gibt es wirklich Labyrinthe unter Sopron, oder nur Legenden?
Seit Jahrhunderten erzählt man sich Legenden über das unterirdische Geflecht in Sopron. Laut Volksmund gibt es ein verborgenes Labyrinth unter den Gebäuden und Kirchen, das Eingeweihte im Gefahrenfall als Zuflucht nutzen oder in dem geheime Treffen stattfanden. Heute sind diese Geschichten zu einem faszinierenden Teil des städtischen Tourismus geworden, der sowohl beeindruckend als auch rätselhaft ist.
Moderne Untersuchungen haben jedoch gezeigt: Während kein echtes „riesiges Labyrinth“, das die ganze Stadt verbindet, existiert, sind über 50 eigenständige unterirdische Tunnel- und Kelleranlagen, Gänge und Fluchten bekannt. Manche sind miteinander verbunden, meisten jedoch eigenständige Einheiten, die im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlich genutzt wurden.
Die Realität verknüpft also romantische Legenden mit historischen Fakten: Das unterirdische Geflecht besteht hauptsächlich aus mittelalterlichen Weinkellern, Lagerräumen und Fluchtwegen. Einige dieser Systeme sind verbunden, bilden aber kein einziges riesiges, die ganze Stadt durchziehendes Labyrinth. Das Geheimnis der verborgenen Tunnel zieht nach wie vor viele Menschen an, denn die Rätsel der Vergangenheit sind ebenso aufregend wie die zahlreichen lokalen Legenden.

Der Begriff „Labyrinth“ ist also vor allem in der Wahrnehmung der Touristen und Stadttourführer lebendig, doch in Wirklichkeit waren diese Tunnel und Räume stets funktionale Anlagen für Wirtschaft, Schutz und Verteidigung. Es ist kein märchenhafter Kulissenbau – sondern eine spannende Schicht der lebendigen Vergangenheit Soprons.
Geschichte der unterirdischen Welt Soprons – von den Römern bis heute
Die Geschichte Soprons ist eng mit ihrer unterirdischen Entwicklung verbunden. Das römische Scarbantia war eine bedeutende Siedlung mit riesigen Bauten, die heute unter dem Hauptplatz (Fő tér) ihre Spuren hinterlassen. Hier befanden sich Marktplätze, Thermen, Wasserleitungen und andere Rekonstruktionen. Überreste dieser römischen Stadt können noch heute an verschiedenen Orten, beispielsweise im Keller des Museums, besichtigt werden.
Im Mittelalter, insbesondere im 13. und 14. Jahrhundert, wurde die Weinherstellung und -lagerung in der Stadt zu einer Tradition. Tief gelegene, kühle Keller entstanden unterhalb des Stadtzentrums, die ideal für Wein und Vorräte waren. Viele davon sind heute touristische Attraktionen, doch ihre Ursprünge reichen weit zurück.
Im Lauf der Zeit wurden die Keller und Tunnel nicht nur wirtschaftlich, sondern auch für Verteidigung und Flucht genutzt. Während der türkischen Belagerungen mussten Einwohner Schutz unter die Erde suchen. Später, während der napoleonischen Kriege und im Ersten und Zweiten Weltkrieg, wurden die Anlagen weiter ausgebaut und erweitert, um Schutz und Zuflucht zu bieten. Diese Bereiche waren stets lebenswichtige Elemente im Lebensraum der Stadtbevölkerung.
Im 20. Jahrhundert, im Zuge moderner Bauarbeiten wie Kanalisation, Elektroleitungen und Stadtinfrastruktur, entstand ein komplexes System an unterirdischen Gängen. Diese sind teilweise mit den historischen Kellern verbunden, was ein „Mosaik“ unter der Oberfläche bildet.
In den letzten Jahrzehnten erlaubten archäologische Ausgrabungen, Restaurierungen und touristische Projekte den Zugang zu immer neuen Teilen dieser verborgenen Welt. Ziel ist es, sowohl Einheimischen als auch Besuchern die reiche, verborgene Geschichte Soprons zu zeigen.

Die „geheime Stadt“ in den Kellergewölben
Soprons unterirdisches Netzwerk aus Kellern, Tunneln und komplexen Gängen ist zu Recht als „geheime Stadt“ bekannt. Das größte System ist beispielsweise in der Rákóczi-Straße 37–39 – insgesamt etwa 1600 m² – zu finden, das einst aus gewölbten Räumen, Belüftungsschächten und Fluchttunneln bestand.
Diese riesigen Keller dienten nicht nur der Weinherstellung, Lagerung und Wirtschaft, sondern boten auch Schutz bei Belagerungen. In vielen Fällen waren die Gebäude an der Oberfläche direkt mit den tiefen Lagerräumen verbunden, sodass ganze Stadtteile sich unter der Erde verbargen.
Legenden sprechen sogar von einer „zweiten Stadt“: von verschlüsselten Zugängen, geheimen Räumen für Treffen und verborgenen Schätzen, die bis heute unentdeckt sind – zumindest so die Volksüberlieferung. Archäologische Beweise fehlen, doch die mysteriösen verschlossenen Zugänge und alten Räume treiben die Fantasie an und sorgen für eine besondere Atmosphäre.
Der Bau dieser Keller war äußerst anspruchsvoll: Sie wurden mehrfach übereinander errichtet, gewölbt und sind jahrhundertelang stabil geblieben. Dank der handwerklichen Fähigkeiten der Steinmetze und der stabilen, tonigen, festen Böden war eine sichere unterirdische Infrastruktur möglich.
Heute werden einige dieser Keller in thematischen Führungen, Weinproben oder bei besonderen Events wie Spukwanderungen oder Kulturveranstaltungen geöffnet. Es lohnt sich, beim Museum oder Touristenbüro vorbeizuschauen, um die aktuellen Angebote zu erfahren.

Verteidigungs- und Fluchtfunktionen: Leben unter den Mauern
Das unterirdische Geflecht Soprons hat auch eine wesentliche Verteidigungsfunktion in der Geschichte der Stadt erfüllt. Während der türkischen Angriffe im 16. und 17. Jahrhundert dienten die Tunnel als Zuflucht für Bevölkerung und Vorräte. Ganze Familien und manchmal sogar ganze Straßen suchten hier Schutz, manchmal für Tage oder Wochen.
In den Kelleranlagen wurden Vorräte, Wasser und Vorratsräume für die Verteidigung angelegt. Vordere Fluchtwege führten oftmals außerhalb der Stadtmauern, versteckt, um im Ernstfall genutzt zu werden.
Im 20. Jahrhundert entstand in der Nähe der Ferenc Lehár-Straße ein Bombenschutzzentrum mit einem riesigen komplexen Luftschutzbunker während des Zweiten Weltkriegs, der hunderten Schutz bot. Diese Bunker sind mit historischen Dokumenten belegbar.
Zudem wurden die unterirdischen Anlagen auch als Lager für militärisches Gerät, Wasserführung und Entwässerung genutzt, um die Stabilität und Sicherheit der oberirdischen Gebäude zu gewährleisten. Die Dauerhafte Investition in die Instandhaltung zeigt die Bedeutung dieser Anlagen für den Schutz der Stadt.
Viele dieser unterirdischen Anlagen sind heute zugänglich; man findet sie bei Begehungen, verschlossenen Zugängen oder gewölbten Türen, die zu einer tieferen Welt führen. Heute dienen sie zwar friedlichen Zwecken, doch ihre historische Bedeutung ist unbestritten.

Legenden und Geheimnisse: Geister, Schätze, geheime Räte
Soprons unterirdische Welt ist voll von spannenden Geschichten und Mysterien. Viele Erzählungen berichten von vergrabenen Schätzen, die reiche Stadtbewohner während Belagerungen versteckt haben, um später zurückzukehren. Bis heute wurden diese Schätze meist nicht gefunden, doch die Legenden halten sich.
Einheimische sprechen auch von geheimen Beratungssaalen tief im Keller, in denen Entscheidungen über das Schicksal der Stadt getroffen wurden – besonders in Kriegszeiten. Diese Geschichten verstärken das Bild von einer „zweiten Stadt“ in den Kellern, voll mit verborgenen Räumen, versteckten Kammern und noch nicht entdeckten Schätzen. Bisher gibt es keine archäologischen Beweise, doch die verschlossenen Zugänge und verschwindenden Räume befeuern die Fantasie.
Seit Jahrzehnten erzählen Mutige von spukenden Geistern, Mumien oder verborgenen Eingängen, insbesondere um die Bánfalvi-Palos-Klosterruine. Gerüchte sagen, in den verschütteten Kellern habe man „ungewöhnliche Schatten“ gesehen, während Schatzsucher nach den Geheimnissen der Vergangenheit suchen.
Diese Mythen fördern auch den touristischen Bezug: Themenführungen, Geisterjagden und nächtliche Exkursionen machen den Mysterienhauch erlebbar. Die Legenden werden meist mündlich und traditionsreich weitergegeben, wodurch die lebendige Verbindung zwischen Geschichte und Mythos bewahrt bleibt.
Obwohl die archäologischen Nachweise selten sind, hat das Gefühl der verborgenen Welt, die spannenden Geschichten und geheimen Orte bis heute einen besonderen Reiz und gehören zu den faszinierendsten Aspekten Soprons.

Archäologische Forschungen und moderne Eingriffe
Die Erforschung der unterirdischen Welt Soprons ist eine ständige Herausforderung für Archäologen und Ingenieure. Bei großen Bauprojekten wie Straßen, Parkplätzen oder Versorgungsanlagen wurden immer wieder unbekannte Tunnel, Gewölbekeller oder römische und mittelalterliche Überreste entdeckt.
Am Beispiel des Bauabschnitts der Schnellstraße M85 wurde bei der Bauausführung die Bedeutung der unterirdischen Überreste deutlich: Archäologische Grabungen, Erhaltung und Integration in die Stadtplanung sind dabei wesentliche Aufgaben. Dabei arbeiten Fachleute eng zusammen, um den historischen Wert zu sichern und mit dem modernen Stadtbild in Einklang zu bringen.
In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Kellerabschnitte freigelegt, restauriert und für den Besuch geöffnet – zum Beispiel bei der Altstadtsanierung zwischen den 1990er und 2000er Jahren. Besonders die Überreste der römischen Stadt Scarbantia im Bereich des Museums sind öffentlich zugänglich.
Die größte Herausforderung bleibt jedoch die Erhaltung und Sicherung der unterirdischen Anlagen: Belüftungssysteme, Verstärkungen und Schutzmaßnahmen sind teuer, aber notwendig. Daher hängt der Umfang der Ausgrabungen und der Zugang zu den Anlagen stark von Förderungen und Mitteln ab. Immer wieder werden einzelne Keller für Besucher geöffnet, um die unterirdische Vergangenheit erlebbar zu machen.
Aktuelle Entwicklungen umfassen spezielle Führungen, thematische Wege und museale Ausstellungen. Diese bieten den Besuchern die Möglichkeit, die unterirdische Geschichte Soprons aus nächster Nähe kennenzulernen.

Tourismus unter der Erde – Entdecke die verborgenen Schichten Soprons!
In den letzten Jahren wurde der unterirdische Schatz Soprons zu einem echten Touristenmagnet. Themenführungen, geführte Touren, Weinverkostungen in die Keller und nächtliche Abenteuer erwarten all jene, die nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Schichten der Geschichte unter den Füßen erkunden möchten.
Besonders beliebt ist die Ausstellung der römischen Fundamente im Museum am Hauptplatz, die interaktiv die Überreste von Scarbantia zeigt. Viele lokale Anbieter organisieren Kellerführungen, bei denen du nicht nur die Weine Soprons schmecken, sondern auch die alten Tunnel erkunden kannst.
Für Mutige gibt es „Spukführungen“, nächtliche Erlebnisse und spezielle Familienprogramme. Es gibt thematische Routen, z.B. „Die geheime Stadt Sopron“, „Von den Türken bis zu den Luftschutzbunkern“ oder „Auf den Spuren der Legenden und Geister“. Die Teilnahme ist meist nur im Rahmen vorheriger Anmeldung möglich, etwa bei der Touristeninformation oder in Museen.
Ein besonderes Erlebnis ist auch der Fertőrákosi Caves Theatre, ein unterirdischer Theater- und Konzertsaal in alter Steinbruchanlage. Dort finden Theater, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt – perfekt für alle, die das erste Mal „in einer Tunnelanlage“ kulturelle Programme erleben möchten.

Empfehlungen für Unterkünfte in Sopron
Wer die faszinierende Welt unter Sopron entdecken möchte, sollte im Hotel Szieszta übernachten! Das ikonische, im Grünen gelegene Hotel am Stadtrand zwischen den Wäldern der Lövérek ist ideal für Stadt- und Naturerlebnisse – egal, ob mit Familie, Freunden oder Partner.
Das Hotel Szieszta ist bei Gästen, die an historischen Touren teilnehmen, besonders beliebt, da es fußläufig zur Altstadt liegt und gleichzeitig ruhige, naturnahe Umgebung bietet. Komfortable, moderne Zimmer, ein Wellnessbereich mit Sauna und Pool sowie das hauseigene Restaurant mit regionalen und internationalen Spezialitäten garantieren einen erholsamen Aufenthalt. Von den Terrassen aus bieten sich schöne Ausblicke auf die Wälder und Weinberge.
Das aufgeschlossene Personal kennt die besten Tipps für unterirdische Touren, Weinkellerbesuche oder Ticketbuchungen. Für Familien stehen geräumige Zimmer, Kinderservices und Freizeitangebote bereit, während sportliche Gäste auf Piste, Fitnessraum oder Radwege zugreifen können. Parkplätze sind ausreichend vorhanden, und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier.
Obwohl die Hotellerie in Sopron vielfältig ist, verbindet das Hotel Szieszta Natur, Komfort und Stadtzentrum in perfekter Harmonie – eine Top-Adresse für alle, die Stadt und unterirdische Geheimnisse zugleich erleben wollen.
Alternativ sind auch das Pannonia Hotel im historischen Kernzentrum oder das Fagus Hotel Conference & Spa Sopron empfehlenswert. Ersteres bietet zentrale Lage, ist jedoch eher für kürzere Aufenthalte geeignet, während letzteres mit Spa- und Konferenzangeboten eher für Geschäftsreisende attraktiv ist.

Häufig gestellte Fragen (HGF)
1. Gibt es wirklich ein unterirdisches „Labyrinth“ in Sopron, das man erkunden kann?
Es existieren teilweise miteinander verbundene unterirdische Gänge, Keller und Tunnel in Sopron, allerdings bilden sie kein zusammenhängendes riesiges Stadtlabyrinth. Die meisten Keller und Tunnel können nur im Rahmen geführter Touren mit Begleitung besichtigt werden; eigenständiges Betreten ist verboten und gefährlich.
2. Wann und wie kann man die unterirdischen Sehenswürdigkeiten Soprons besuchen?
Viele Attraktionen, wie die römischen Ruinen im Museum, alte Weinkeller oder Luftschutzbunker, sind nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Voranmeldung ist empfohlen – online, telefonisch oder persönlich bei den Touristeninformationen.
3. Welche Kleidung ist für eine Tour unter der Erde ratsam?
Da es dort das ganze Jahr kühl (10–12°C) und feucht ist, empfehlen sich festes Schuhwerk, warme Kleidung und bei Bedarf eine Taschenlampe. Viele Führungen stellen Basis-Ausstat-tung bereit, aber eine Schichtkleidung ist vorteilhaft.
4. Können eingestürzte und gefährliche Gänge existieren?
Ja, einige Tunnel sind nicht vollständig erforscht, teilweise eingestürzt oder ungesichert. Es ist verboten, ohne Führung eigenständig in solche Bereiche vorzudringen – stets sollte man eine registrierte Tour buchen, um die Sicherheit zu gewährleisten!
5. Welche weiteren Geheimnisse hält die unterirdische Welt Soprons bereit?
Es gibt zahlreiche Legenden zu verborgenen Schätzen, versteckten Eingängen, geheimen Räumen und Geistern. Viele Weinkeller sind noch aktiv und werden für Ausstellungen oder Events genutzt. Über aktuelle Führungen und Veranstaltungen informieren die lokale Museen und Touristenbüros.
Quellen und nützliche Links
Gib dich nicht nur mit den oberirdischen Schönheiten Soprons zufrieden – erforsche auch die rätselhafte Unterwelt! Buche eine Führung, übernachte im Hotel Szieszta und tauche ein in die verborgene Vergangenheit, die Weinkeller und das Mysterium. Hier erwarten dich Geschichte, Geheimnisse und unvergessliche Abenteuer – entdecke Sopron in mehreren Schichten!
