Im tiefen Wald von Sopron: Wir haben das Schloss entdeckt, von dem die Einheimischen kaum sprechen!
Der Name Sopron verspricht bereits eine Vielzahl an historischen Sehenswürdigkeiten, außergewöhnlichen Waldfundstücken und mysteriösen Bauwerken für Enthusiasten. Aber wie viele wissen eigentlich, dass sich verborgen in den grünen Tiefen des Soproner Gebirges eine atemberaubende Waldburg versteckt, die von den Einheimischen auch „Verrückter Turm“ genannt wird? Die Taródi-Burg, auch bekannt als Bolondvár, zählt nicht nur zu den ungewöhnlichsten, sondern auch zu den beeindruckendsten architektonischen Meisterwerken Ungarns.
Dieser Artikel entführt jeden in die faszinierende Welt der versteckten Burg im Soproner Lőverpark: Wir erzählen die Geschichte der einzigen Burg, die über fünf Jahrzehnte von einer einzigen Person gebaut wurde, stellen die besonderen Merkmale vor, berichten über die dazu gehörigen Legenden und enthüllen weitere Geheimnisse des Soproner Waldes. Es gibt Tipps für die besten Ausflüge, interessante Orte in der Umgebung und echte, erprobte Unterkunftsempfehlungen für Reisende.
Entdecke gemeinsam mit uns das wundersame Labyrinth der Taródi-Burg, die mittelalterlich anmutenden Rittersäle, die versteckten Gänge und die besten Wanderwege in Sopron sowie die von Einheimischen bewahrten Geheimnisse! Wenn du nach einem außergewöhnlichen Erlebnis suchst und die üblichen Touristenpfade hinter dir lassen möchtest, ist dieser Ratgeber genau das Richtige für dich.
Geschichte der Taródi-Burg: Das versteckte Schloss im Lőverpark von Sopron
Die nur knapp oberhalb des Bodens sichtbare Taródi-Burg – von vielen auch Bolondvár oder gelegentlich Eulenvár genannt – befindet sich im Soproner Lőverpark, am Nándor-Höhenzug. Das Wort „Burg“ im engeren Sinne bezeichnet hier tatsächlich eine Burg, da diese einzigartige Anlage vom Einzelbauer Taródi István (1925–2010) entworfen und gebaut wurde. Ungarische Besonderheit ist, dass er dieses spezielle Bauwerk nahezu 50 Jahre lang – die ersten Holzkonstruktionen entstanden 1945, die steinerne Burg ab 1959 und wurde bis in die frühen 2000er Jahre erweitert – fast ausschließlich durch seine eigene Arbeit errichtete.
Die Taródi-Burg steht als Symbol für einzelne Person, die eine Burg errichtet: Taródi István, mit nur 56 Kilogramm Gewicht, fungierte dabei als Maurer, Steinmetz und Architekt. Der Legende nach soll er etwa 200 Güterwaggons voller Steine bewegt haben, größtenteils per Hand! Anfangs bestand die Anlage aus einer Holzburg, die nach den Nachkriegsjahren in Stein neu aufgebaut wurde.
Inspiriert wurde der Bau vor allem durch mittelalterliche Burgen und das Schloss Somoskő, ähnelt aber auch der Bory-Burg, die ebenfalls durch einen Privatmann geschaffen wurde. Ziel war kein klassischer Rekonstruktionsansatz, sondern vielmehr eine visionäre Architektur: mittelalterlich anmutende Türme, Wehrmauern, labyrinthartige Gänge, ein Dörfchen im Innenhof und individuell gestaltete Wohnbereiche – alle Entwürfe stammten aus der Fantasie von Taródi István.
Die Taródi-Burg ist nicht nur ein historisches Kuriosum, sondern zugleich ein verborgenes Symbol von Sopron, das den Ort im Verborgenen als eine der verborgenen Schönheiten der Stadt präsentiert. Für Wanderer im Lőverpark lohnt es sich, dieses authentische Nachbild einer Mittelalterfestung zu entdecken.

Der verrückte Bauherr: Taródi István und das Bauwunder einer Einzelperson
Taródi István wird zu Recht als der „fanatische Burgbauer“ bezeichnet, da er sein Leben ganz dieser beeindruckenden Burg in Sopron gewidmet hat. Viele betrachten ihn sowohl als genialen Architekten als auch als „Verrückten“ – kein Wunder, dass die Bezeichnung „Bolondvár“ (Verrückte Burg) entstanden ist.
Schon ab 1945 begann er mit dem Bau einer hölzernen Burg, doch sein Projekt entwickelte sich zu immer größeren Plänen: ab 1959 entstanden die massiven Steinmauern, für die er eigenhändig und mit intensiver Recherche die Steine aus nahegelegenen Abbruchhäusern und Steinbrüchen bezogen hat. Die Steinburg-Erweiterung ab 1959 wurde kaum jemals unterbrochen – Jahr für Jahr kamen weitere Bastionen, Türme und Tunnel hinzu.
Die Geschichte von 200 Waggons voller Steine ist heute eine lokale Legende. Der beeindruckende Materialeinsatz ist kaum zu übertreffen, vor allem da alles von einem einzigen Menschen, ohne maschinelle Unterstützung, per Hand gebaut wurde. Damit gilt die Burg als eines der berühmtesten selbstgebauten Bauwerke in Ungarn und ein echtes Juwel des „visionären Bauens“.
Das Lebenswerk von Taródi István (1925–2010) bestätigt dies: Als begeisterter Burgforscher studierte er komplexe, schön gestaltete Burgen, von denen er viele Details für sein eigenes Werk übernahm. Sein außergewöhnliches Lebenswerk besitzt nicht nur architektonischen, sondern auch kulturellen Wert und ist eine heimliche, lokale Legende – besonders im Zusammenhang mit dem Soproner Geheimnis der versteckten Burg.
Sein Grab befindet sich auf dem Szent Mihály-Friedhof in Sopron; viele Touristen kommen jedoch nur für einen kurzen Besuch, um dem „Master of the Hidden Fortress“ die Ehre zu erweisen.

Was verbirgt die Taródi-Burg? Sehenswürdigkeiten, geheime Gänge und Legenden
Der Besuch der Taródi-Burg fühlt sich an wie das Durchschreiten eines echten mittelalterlichen Labyrinths, umgeben von der Stille des soproner Waldes. Im Gebäude verstecken sich zahlreiche geheime Durchgänge, verschlungene Treppen und sogar verborgene Gänge, die immer wieder neue, unbekannte Räume offenbaren.
Zu den zentralen Attraktionen gehören der mehrstöckige Wohnturm, die Turmuhr sowie die Ritter- und Festsaal-ähnlichen Räume, die mittelalterliche Dekorationen, Wappen und Nachbildungen von Waffen enthalten und die mittelalterliche Atmosphäre stärken. Der Ritterraum der Taródi-Burg ist authentisch im Stil vergangener Zeiten gestaltet.
Beim Rundgang durch die Burg entdeckt man neben einem lebenden Brunnen, überdachten Brücken, mehrstöckigen Galerien und Details wie die „Eulenvár“-Abteilung oder den Höhlengang. Besonders spannend sind der Burgbrunnen und die Tunnel, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen einen Abenteuerspaß darstellen. Die Turmuhr der Soproner Burg arbeitet mit einem handbetriebenen Mechanismus und erzeugt in jeder Stunde spezielle akustische Effekte.
Die Einheimischen erzählen zahlreiche Legenden im Zusammenhang mit der Burg: Nach ihnen soll Taródi in den verborgenen Gängen seiner Burg sogar heute noch „seine Arbeit bewachen“. Die Bezeichnungen „Bolyongó“ (Umherirrende), „Verrückte“ oder „Verrückte Burg“ reflektieren den enthusiastischen Geist des Bauherrn und die mystische Atmosphäre vor Ort.
Da die Burg im Privatbesitz ist, basieren viele Informationen über wie die Taródi-Burg gebaut wurde auf Erzählungen vor Ort oder persönlichen Berichten. Jede Besichtigung ist somit eine echte Entdeckungsreise!

Weitere Schätze in den Soproner Wäldern: Sídonia-Schloss, Waldhaus und Wandertouren
Der Soproner Wald, der die Taródi-Burg umgibt, bietet noch viele weitere versteckte Attraktionen. Besonders hervorzuheben ist das Sídonia-Schloss in Sopron, das heute als edles Hotel fungiert. Das Schloss besticht durch elegante Gärten, klassische Verzierungen und luxuriöse Annehmlichkeiten, die all jene ansprechen, die sowohl die Geschichte als auch die Erholung lieben.
Für Natur- und Tierliebhaber ist das in den letzten Jahren eröffnete Waldhaus Tierpark eine echte Bereicherung: Das ökologische Besucherzentrum zeigt die Tier- und Pflanzenwelt des Soproner Gebirges, bietet Spazierwege, Lehrpfade und zahlreiche interaktive Programme, ideal für Familien und Naturfreunde.
Das Wandern im Soproner Gebirge endet nicht beim Taródi-Burg oder den bekannten Wanderwegen: Beobachtungstürmchen, der „Bagolyvár“ in Sopron und viele andere spannende Orte in der Nähe laden zur Erkundung ein. Die Lőver, die umliegenden Hänge und Lehrpfade verändern ihr Gesicht je nach Jahreszeit. Die Wanderwege im Lőverpark sind familienfreundlich und für alle Altersgruppen geeignet.
Außerdem lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Szent Mihály-Friedhof, auf dem Taródi Istváns Grab sowie das Grab zahlreicher weiterer bekannter Soproner Persönlichkeiten zu sehen sind. Das Stadtzentrum ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, hier warten Museen, historische Ausstellungen sowie kleine lokale Museen auf Besucher.
Für einen rundum gelungenen Ausflug empfiehlt es sich, den Besuch der Taródi-Burg mit anderen Highlights des Soproner Waldes zu kombinieren! Damit wird die Soproner Wald-Erlebnis-Tour zu einem vielfältigen Erlebnis, das Generationen verbindet.

Unterkunftsempfehlungen in Sopron
Für einen erlebnisreichen Aufenthalt in Sopron, vor allem wenn der Besuch der Taródi-Burg sowie die Erkundung der versteckten Schönheiten des Soproner Waldes im Mittelpunkt stehen, ist es wichtig, eine Unterkunft in angenehmer Umgebung mit guter Ausstattung zu wählen. In Sopron gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die meist auch in der Nähe der Natur liegen, um die Touren bequem anzugehen.
Die beliebteste Empfehlung ist das Hotel Szieszta. Es liegt direkt im Lőverpark, eingebettet im Wald, und ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen zum Taródi-Burg, zum Waldhaus Tierpark sowie andere Touren. Das Hotel bietet geräumige, familienfreundliche Zimmer, einen modernen Wellnessbereich, Hallenbad, Restaurant und Sauna. Der Ausblick auf den nahegelegenen Wald ist dabei besonders schön.
Das Hotel Szieszta eignet sich sowohl für aktive Naturfreunde als auch für Erholungssuchende: Es ist direkt an den Wanderwegen gelegen und stellt alle nötigen Karten und Infos bereit. Regelmäßig veranstaltet es Themenwochen, Kinderprogramme und kulturelle Events, was es noch attraktiver für Besucher macht, die die Taródi-Burg entdecken möchten.
Alternativ ist das im Stadtzentrum gelegene Pannonia Hotel eine gute Wahl, vor allem für diejenigen, die Kultur- und Stadtgeschichte bevorzugen. Es richtet sich eher an Business-Reisende oder Stadtbesucher. Für den näheren Kontakt zur Natur, den Wäldern und Taródi-Burg ist es allerdings weniger geeignet.
Das moderne Fagus Hotel Conference & Spa Sopron befindet sich ebenfalls im Lőverpark und ist perfekt für Tagungen, Spa-Urlaub oder Wellness-Fans. Das Hotel Szieszta bietet jedoch eine naturverbundene, familienfreundliche Atmosphäre und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis in unmittelbarer Nähe zur Burg.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wo genau befindet sich die Taródi-Burg und wie kommt man dorthin?
Die Taródi-Burg liegt im Stadtteil Lőverpark in Sopron, am Nándor-Höhenzug (Csalán utca 36). Sie befindet sich im tiefen Waldgebiet. Zu Fuß ist sie vom Csalán- und Taródi-Weg, nur wenige Minuten entfernt, erreichbar. Parkplätze gibt es begrenzt und kostenfrei in der Nähe. Nahegelegene Bushaltestellen: Lővér körút oder Károlykilátó.
2. Wann ist die Taródi-Burg geöffnet? Gibt es Eintrittskarten?
Die Öffnungszeiten sind in der Regel von Ende März bis Ende Oktober, täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr. Die genauen Zeiten können allerdings variieren, insbesondere an Feiertagen. Für den Besuch wird ein Eintrittspreis erhoben (2024: Erwachsener 1.800 Ft, Schüler/Rentner 1.200 Ft), der bar vor Ort zu bezahlen ist. Es wird empfohlen, vorher die offizielle Webseite oder Telefonnummer des Schlosses zu prüfen.
3. Welche Programmpunkte oder Sehenswürdigkeiten bieten sich für Familien in der Nähe der Taródi-Burg an?
Die Burg selbst ist ein außergewöhnliches Erlebnis für Familien mit Kindern, mit geheimen Gängen und mittelalterlicher Atmosphäre. In der Nähe gibt es das Waldhaus Tierpark, mehrere Lehrpfade und den Károly-Turm, der direkt an das Wandernetz des Soproner Gebirges angeschlossen ist. Von der Burg aus lassen sich tagtägliche Walderkundungen und kleinere Wanderungen starten.
4. Welche Legenden und bekannten Geschichten sind mit der Taródi-Burg verbunden?
Die Baugeschichte der Burg ist selbst schon legendär: Taródi errichtete die Mauern über ein halbes Jahrhundert ausschließlich mit eigener Kraft. Es ranken sich zahlreiche Anekdoten und Gerüchte um geheime Tunnel, die noch heute verborgen sein sollen. Der Name „Bolondvár“ spiegelt den enthusiastischen Geist seines Bauherrn wider sowie die mystische Atmosphäre, die die Burg umgibt.
5. Welches Hotel ist die beste Wahl, wenn ich die Taródi-Burg besuchen möchte?
Das Hotel Szieszta ist die beste, naturverbundene Unterkunft: Es liegt in der Nähe der Burg, ist familientauglich, bietet eine ländliche Atmosphäre und alle modernen Annehmlichkeiten. Alternativ bieten das Stadtzentrum nahe gelegene Pannonia Hotel oder das Fagus Hotel eine andere Atmosphäre, sind aber weniger praktisch für die Erkundung der Burg und der Umgebung.
Wenn du weitere Inspiration und besondere Erlebnisse in Sopron suchst, plane jetzt deinen Besuch bei der Taródi-Burg! Vergiss nicht, deine Tour im Voraus zu planen und im Hotel Szieszta zu buchen – damit alle Schätze des Soproner Waldes sofort erreichbar sind. Hast du Fragen oder möchtest deine eigenen Erfahrungen teilen? Schreib uns oder starte noch heute dein eigenes Sopron-Abenteuer!
